Archivsequenzen. Aus dem historischen Fotoarchiv

Ausstellung vom 8. Mai – 6. September 2026

Das umfangreiche Fotoarchiv des Dommuseums wurde ursprünglich zu Dokumentationszwecken angelegt und führte bislang ein stilles Dasein im Museumsdepot. Mit der Ausstellung "Archivsequenzen. Aus dem historischen Fotoarchiv" rücken dieser außergewöhnliche Bestand und die damit verbundenen Fragestellungen erstmals in den Fokus der Öffentlichkeit. 

In seiner Gänze umfasst das bisher nicht erforschte Fotoarchiv thematisch den Domkomplex, die Domgrabung, den Domschatz, die Hildesheimer Kirchen – prominente Vertreter des niedersächsischen Weltkulturerbes – sowie ihre Umgebung im Vor- und Nachkriegszustand. Das Fotokonvolut enthält Objekte diverser Fotografie-Gattungen wie Glasplattennegative, Negative, Filmstreifen, Dias sowie Abzüge. Anhand einer Auswahl wird die hohe ästhetische und handwerkliche Qualität der Aufnahmen veranschaulicht. Sie erzählen zudem über die Rezeption und Inszenierungsstrategien früherer Generationen von Forscher:innen und Fotograf:innen und gewähren zugleich einzigartige Einblicke in die zahlreichen Metamorphosen von Dom, Dommuseum und Domschatz. Die Fotos werden dabei nicht primär als Abbildungen präsentiert, sondern als Foto-Objekte mit eigener Biografie und Wertigkeit. 

Die aktuelle Faszination für das Thema Archiv als Erinnerungsspeicher und Zukunftsressource führte in den letzten Jahren zur wissenschaftlichen Erforschung bis zur künstlerischen Erschließung von zahlreichen öffentlichen Archiven. An dieser Entwicklung beteiligt sich das Dommuseum und richtet den Blick erstmals auf sein analoges Fotoarchiv. Elizabeth Edwards, britische Historikerin und Anthropologin, führte den Begriff der ‚non-collection‘ in den Diskurs um Fotoarchive in Museen ein. Damit bezeichnet sie Fotokonvolute, die die ‚eigentliche‘ Kunstsammlung eines Museums dokumentieren, abbilden und präsentieren. Dabei stellen sie nicht nur ein archivalisches Instrument dar, sondern besitzen einen eigenen ästhetischen Wert und beeinflussen unsere Rezeption der Museumssammlung. Die Ausstellung thematisiert sowohl die historische Rolle als auch die zukünftige Verortung des Archivs innerhalb der Parameter des musealen Systems.

Kuratorin: Dr. Pavla Ralcheva


Allgemeine Informationen

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag sowie feiertags 11.00 – 17.00 Uhr
Montag Ruhetag
Am 24.12. und 31.12. bleibt das Dommuseum geschlossen.

Preise

Eintritt 7 € pro Person, 5 € ermäßigt (Studierende, Inhaber:innen von Schwerbehinderten- oder Sozialausweis);
25 € pro Gruppe, bei Buchung einer individuellen Führung
Freier Eintritt für alle Besucher:innen bis 25 Jahre

Führungen

Allgemeine Öffentliche Führungen Sa., So. und feiertags 14.00 Uhr, 5 Euro pro Person (zzgl. erm. Eintritt)

Aktionstag am 1. Dienstag im Monat - freier Eintritt für alle Einzelbesucher:innen und zusätzliche öffentliche Führung um 14.00 Uhr.

Rahmenprogramm

Die Plätze sind begrenzt. Tickets gibt es für 5 Euro im Domfoyer oder im Online-Shop. Eintritt wird zusätzlich erhoben.

Kinderprogramm

  • Mittwoch, 29. Juli, 14:00 Uhr
  • Donnerstag, 30. Juli, 14:00 Uhr
Ausstellung Fotos Dommuseum, Ausstellung Fotos Dommuseum

Ansicht der Ausstellung "Archivsequenzen. Aus dem historischen Fotoarchiv", die vom 8. Mai bis 6. September 2026 im Dommuseum zu sehen ist.

Aufnahme des Adlerpultes, nach 1945/ bis ca. 1970, Glasplattennegativ; © Dommuseum Hildesheim, Foto: Hermann Wehmeyer

Ausstellung Fotos Dommuseum, Ausstellung Fotos Dommuseum

Ansicht der Ausstellung "Archivsequenzen. Aus dem historischen Fotoarchiv", die vom 8. Mai bis 6. September 2026 im Dommuseum zu sehen ist.

Aufnahme des Bernwardkreuzes, Detail, nach 1945/ bis ca. 1970, Negativ; © Dommuseum Hildesheim, Foto: Hermann Wehmeyer

Ausstellung Fotos Dommuseum, Ausstellung Fotos Dommuseum

Ansicht der Ausstellung "Archivsequenzen. Aus dem historischen Fotoarchiv", die vom 8. Mai bis 6. September 2026 im Dommuseum zu sehen ist.

Aufnahme des Bernwardkreuzes, Detail, nach 1945/ bis ca. 1970, Glasplattennegativ; © Dommuseum Hildesheim, Foto: Hermann Wehmeyer

Aufnahme des Dominneren auf Karteikarte, vor 1945, Silbergelatineabzug; © Dommuseum Hildesheim, Foto: Franz Heinrich Bödecker (?)