AKTUELL
Das Museum bleibt bis Sommer 2014 wegen umfangreicher Um- und Neubaumaßnahmen geschlossen.
The Dom-Museum will be closed from May 10, 2010 until mid-2014 due to an extensive renovation and expansion campaign.
Hauptwerke des Domschatzes auf der Museumsinsel
Hauptwerke aus Dom- und Domschatz wie das Bronzetaufbecken oder die Scheibenkreuze sind in der Skulpturensammlung auf der Museumsinsel ausgestellt. Die Hildesheimer Werke werden durch ausgewählte Objekte aus dem Berliner Kunstgewerbemuseum, darunter die Hauptwerke des Welfenschatzes, ergänzt.
Ausstellung: 30.09.2010 bis 30.09.2012
Weitere Informationen zu den übrigen Ausstellungsorten folgen in kürze!
Nähere Informationen zur Domsanierung ...
Further information on the conservation campaign ...
Museumsregistrierung
Das Dom-Museum gehört zu der kleinen Gruppe Niedersächsischer Museen, die für einen Modellversuch ausgewählt wurden, der geeignet ist, die deutsche Museumslandschaft nachhaltig zu verändern.
Erstmals werden die auf internationalen Ebene erarbeiteten Standards professioneller Museumsarbeit zum Gegenstand eines Evaluationsverfahrens mit dem Ziel einer Zertifizierung durch einen trägerunabhängigen Sachverständigen – Ausschuss.
Das Dom-Museum Hildesheim ist das erste deutsche Museum in kirchlicher Trägerschaft, das sich dieser Begutachtung mit Erfolg gestellt hat. Besonders gewürdigt hat die Jury bei ihrer Entscheidung die vielfältigen internationale Kontakte des Museums und seine damit verbundene Forschungstätigkeit, sowie sein reichhaltiges museumspädagogisches Angebot.
Die offizielle Zertifizierungsurkunde wird dem Museum am kommenden Montag im Rahmen der Ausstellungseröffnung von Staatssekretär Dr. Lange (MWK) und Hans Lochmann (Nds. Museumsbund) als Vertretern der Auslober überreicht werden.
Die Ausstellung selbst ist erwachsen aus einem internationalen Forschungsprojekt, in dem es um die Erforschung und Erhaltung der zum Welterbe gehörenden mittelalterlichen Ausstattung des Domes geht.
Im Zentrum der Ausstellung stehen die unterschiedlichen Visualisierungen des Weltbildes im Mittelalter, für die gerade Hildesheim reiches Anschauungsmaterial bildet.
Neuerwerbung
Ein Löwe für die Sammlung

Das Hildesheimer Dom-Museum ist um eine Attraktion reicher: Mit Hilfe von Förderern konnte jetzt ein wertvolles mittelalterliches Gießgefäß in Löwenform erworben werden, das sich lange in Wiener Privatbesitz befunden hat.
Möglich war die wertvolle Neuerwerbung nur mit Hilfe der Kulturstiftung der Länder, der Ernst von Siemens Kunststiftung, der Stiftung Niedersachen, der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Hildesheim.
Aquamanilien gelangten seit dem 12. Jahrhundert in die adeligen Haushalte des Westens. Sie orientierten sich an Vorbildern des Islam und dienten der Handwäsche vor den Mahlzeiten, bei denen sich die Teilnehmer gegenseitig – jeweils der im Rang nachgeordnete dem höher gestellten – „das Wasser reichten“. Die Gefäße stellten häufig Motive wie Löwen, Greifen oder Ritter zu Pferde dar. Als Utensilien für den symbolischen Akt moralischer Reinigung wurden Aquamanilien auch in der Liturgie bei den Händewaschungen des Priesters eingesetzt. Bei diesen Gießgefäßen für den kirchlichen Gebrauch überwog die Gestaltung in Löwenform.
Das neue 27 cm hohe Löwenaquamanile des Dom-Museums ist künstlerisch mit dem Domtaufbecken verwandt, das mit der Bischofskirche von Hildesheim zum Weltkulturerbe gehört. Wie das Taufbecken dokumentiert auch das neuerworbene Aquamanile die außerordentliche Qualität der niedersächsischen und besonders der Hildesheimer Bronzegussarbeiten aus der Zeit des hohen Mittelalters. Dass Niedersachsen und die Bischofsstadt Hildesheim damals ein Zentrum der Kunst waren, beweisen die zahlreichen Funde niedersächsischer Bronzen in anderen europäischen Ländern, etwa Dänemark und Ungarn, und sogar in Russland. Die Gestaltung des Löwen verweist auch auf das Löwendenkmal, das der Welfenherzog Heinrich der Löwe vor seiner Burg in Braunschweig errichten ließ. Durch diese enge künstlerische Verwandtschaft mit den Gusswerken in Hildesheim und Braunschweig ist das Hildesheimer Aquamanile ein Denkmal von nationalem Rang. Von Fachleuten wird es als „künstlerisches und handwerkstechnisches Meisterwerk“ mittelalterlicher Bronzekunst gepriesen.
Last update: 20.02.2011